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Martin Willimsky, geboren 1964 in Karlsruhe
Natürlich wollte ich in jungen Jahren Schlagzeug spielen -
wie so viele in diesem Alter. Mit 13 Jahren machte ich dann Ernst.
Der erste Unterricht, das erste eigene Schlagzeug, die erste Schülerband
und die ersten Auftritte in Karlsruhe. Fünf Jahre später
- 1983 - traf ich mit Musikern aus dem Raum Rastatt zusammen. Eine
einschneidende Erfahrung in meiner damals noch sehr jungen Musiklaufbahn.
Unzählige Auftritte mit diesen Musikern im badischen Raum prägten
meinen Stil bis auf den heutigen Tag. Ob als Jazz-Rock-Ensemble,
als 60er-Jahre-Combo, als Soul-, Blues- oder Jazzformation, immer
bilden die gleichen Musiker den Kern der Band. Und genau das ist
es, was im Laufe der Zeit den Reiz des Trommelns ausmacht, nämlich
sich in die Vielseitigkeit und die Ausprägungen der jeweiligen
Stilrichtungen hinein zu versetzen.
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Meine Vorbilder finden sich in allen Musikstilen. Der interessanteste
Schmelztiegel zeitgenössischer Musik liegt für mich in
der Karibik, besonders auf Kuba, nicht nur der polyrhythmischen
Vielfalt wegen. Dort vermengen sich Einflüsse aus drei Kontinenten.
Ein riesiges Potential, das mich beeindruckt und mir auf vielfältige
Weise neue Ideen für mein Schlagzeugspiel gibt.
Wenn ich überdies das Glück habe, daß sich meine
Wege mit denen von "Henny" Goeres und "Bub"
Meurer kreuzen, die "verzweifelt" einen Drummer suchten
um ihrer wunderbaren Musik einen weiteren Schliff zu geben, kann
dies nur eine musikalische Befruchtung zur Folge haben. Nach der
ersten Probe sagte ich mir sofort: Das passt zusammen! Die Songs
von Woodenmusic sind geradzu typisch für meinen Weg. Sie sind
von eigentümlicher Kraft und Energie und doch bringe ich mich
mit reduziertem Schlagzeugspiel ein. Dafür bleibt umso mehr
Raum für die Interpretation der Songs und das Aufeinander eingehen
unter uns Woodenmusikern. Es ist ein feinfühliges Geben und
Nehmen, eine Zwiesprache, die gerade bei leisen Stücken spürbar
wird. Diese Spannungen und diese Gefühle lassen sich nicht
in Noten noch in Worte fassen, man muss sie erleben, auf sich wirken
lassen und jedes Mal aufs Neue geniessen - am besten beim nächsten
Live-Konzert mit Woodenmusic. Ich freue mich drauf.
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